Unser Ex-Kunde erzählt über sein HappyEnd

Januar 2012.

Nach – einer von wenigen – heftigen Enttäuschungen in Odessa sitze ich vorm Fernseher und schaue Traumfrau gesucht auf RTL2. Slapstick pur: Walter, der Frauenaufreisser aus Berlin, Elvis, übergewichtiger Frauenheld aus sonstwo, und Manfred, Versicherungsvertreter aus Wanne Eickel oder so ähnlich… Was sind das für Typen von Männern, die sich im TV zum Deppen machen… na ja das war nicht die entscheidende Frage, sondern der Nachspann… Partnervermittlung Ksenia Droben aus Heidelberg, also vor der Haustür. Ich rufe an, will wissen, ob das tatsächlich echt ist oder nur gespielt. Die Antwort schockt… es ist tatsächlich echt! Selten so gelacht!

Ich fahre also nach Heidelberg, eine Woche später nach Sankt Petersburg bei -30 Grad,  so in etwa verliefen auch die Dates dort! Nette Frauen, aber mehr auch nicht. Die eine, kein Englisch, wie soll das gehen, die andere hübsch, aber na ja, irgendwie fehlt was, die nächste spricht fliessend Deutsch, aber auch da kein Funke… Ksenia fragt, ob ich in ein Seminar kommen könnte, da wären ein paar Frauen, die würden mir ein paar Fragen stellen…

Warum sucht ihr nur die ganz Hübschen, warum ist Äußeres so wichtig, usw. Nun ja, ich habe es ja geahnt, irgendwie macht es keinen Unterschied, wo und wann ich Frauen treffe, entscheidend ist tatsächlich der Funke, der bislang noch nicht übersprang! Der einzige Unterschied zwischen einem Date in Heidelberg oder Sankt Petersburg ist der, dass ich natürlich erst Mal da sein muss! Kostet natürlich (viel) Geld und Zeit! Und man kann noch so viel im Profil lesen und Bilder schauen, vor allem die Photoshop Bilder! Entscheidend ist zunächst Mal das erste Treffen. Da weiss man dann schon, passt oder passt nicht. Und wenn es passt, dann ahnt man ja nicht im Geringsten, was dann alles auf einen zukommt! Davon aber später!

 Wieder zuhause, beschließe ich, das geht so definitiv nicht. Also mache ich, was alle machen, aber keiner wahrhaben will! Man sucht sich aus den über 1.000 Profilen die 5 Top Frauen aus, Ksenia, mit denen würde ich mich gerne treffen, bitte organisiere das… Und genau das ist der Anfang der Katastrophe!

Man stelle sich vor, 5.000 Männer wollen sich genau mit diesen 5 Frauen treffen! Und jeder denkt, dass er der Auserwählte ist!   Desweiteren stelle man sich vor, dass diese 5 Frauen enorme Probleme haben, mit wem von den 5.000 sie sich denn nun treffen wollen! Mit dem Bestaussehenden, nein, Aussehen ist nicht sooooo wichtig (denken zumeist die Männer!)! Mit dem mit dem meisten Geld, besten Beruf, na ja, die haben dann ja auch die grösste Auswahl und wollen vielleicht nur ins Bett! Also auch auf der anderen Seite nichts Einfaches!!

Nun ja, ich habe das eben auch gemacht und hier beginnt die Geschichte mit Anna! Die erste, nennen wir sie Julia, der habe ich 2 Mal Flugtickets gekauft, und letztendlich kam sie nicht – wie versprochen zu Besuch, Fehlschlag Nummer eins. Die zweite, vielleicht Alexandra, erwies sich als ausgesprochene Diva, Fehler Nummer zwei. Ein altes Deutsches Sprichwort sollte sich nun bewahrheiten, aller guten Dinge sind Drei! Und Nummer Drei, das war Anna. Je mehr Ksenia zögerte, desto mehr wollte ich genau die treffen… Und ich habe sie getroffen, sie kam tatsächlich nach Heidelberg. Als ich Sie in Frankfurt abholte, war schnell klar, da war etwas. Wir verbrachten schöne, wunderschöne Tage in Heidelberg und ich war im siebten Himmel. Was ich – schwer verliebt – natürlich nicht bedachte, ich war natürlich nicht der Einzige, der sich um diese Frau bemühte (siehe die 5.000!). Warum sollte einer gut aussehenden Russin nicht das Gleiche passieren, wie hierzulande?? Auch hier werden diese Frauen geradezu umlagert von Heerscharen von Männern!

Nun, am Ende habe ich mich durchgesetzt, nach vielen Mühen, Hindernissen, Ahnungslosigkeit und auch ziemlich viel Stress! Der Grund: ich war einfach so wie ich bin und unser beider Eindruck hat nicht gefehlt: von Anfang an war da etwas, was uns verbindet. Es hat vier Monate gedauert, bis das klar war! Und bis die anderen Dates von Anna „abgearbeitet waren“.

Und man kann es auch bestimmen: in dem Moment, wo sich die Frau bei Ksenia und/oder allen anderen Partnervermittlungen abmeldet, das Profil löschen lässt, und im gleichen Moment auch der Mann aufhört, Bilder von hübschen Frauen zu speichern, auszudrucken, an die Wand zu kleben und in Ordnern zu sammeln, in genau diesem Moment weiss man, man hat es geschafft! Heute würde ich sagen, reine Glücksache! Und- ihr hat es gefallen und heute weiss sie es zu schätzen, ich bin jemand, der sich um seine Frau kümmert! Die eigenen Probleme hintenanstellt. Und das kommt gut an. Man muss sich als Mann im Klaren sein: die Entscheidung, ob oder ob nicht, trifft in jedem Fall die Frau! Natürlich gibt es auch Frauen wie Männer, die überhaupt froh sind, dass sich jemand für einen interessiert! Beispiel Walter aus Traumfrau gesucht! Am Anfang noch Topmodels, am Ende hätte er jede genommen, wenn er denn eine bekommen hätte! Allerdings sollten dann Selbstkritik, Selbsteinschätzung oder Bescheidenheit keine Fremdwörter sein!!

 Wir haben uns zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort getroffen. Und das war nicht leicht! Denn sowohl Männer als auch die hübschen Frauen haben eigentlich dasselbe Problem, nur ein wenig anders: Männer durchforsten Internetseiten mit hunderten bildhübschen Bildern. Und je mehr man das tut, desto mehr glaubt Man(n), durchschnittliche Männer könnten selbstverständlich die bestaussehendsten Frauen haben! Und mit der Zeit des Betrachtens (manche Bilder hängen sicher auch für mehr im Schlafzimmer) werden sie auch immer jünger! Zumal die ja aus Russland kommen und noch auf den Bäumen leben, weil die ja so gar nichts haben und schon ihr ganzes Leben auf den Deutschen Durchschnittsmann gewartet haben!!

Fakt ist: purer Realitätsverlust! Es ist eher umgekehrt! Der Versicherungsvertreter aus Wanne Eickel will die bildhübsche Blondine aus der Weltstadt Sankt Petersburg! Verkehrte Welt! Der kauft ein paar Schuhe und denkt, nun liegt ihm die russiche Frauenwelt zu Füssen! Dass diese Frauen in einer Weltstadt leben, in der es noch viel mehr gibt als in unseren Provinzhauptstädten mit 1 MIO Einwohner, dass das Klischee, die würden nur einen Mann mit Geld wollen, nach wie vor verbreitet ist, führt bei der Partnersuche selbstverständlich nur zu Katastrophen!  Für mich war übrigens die einzige Frau, die ich als Partnerin hatte und die nur mein Geld wollte, meine – Gott sei Dank – geschiedene Frau – eine Deutsche! Eine Tafel Schokolade, ein paar Schuhe – und die schönsten Frauen fliegen auf Dich – ein Irrglaube aus dem Mittelalter! Anders sieht es natürlich aus bei den „verliebten Paaren“ die man so sieht!! Hässliche, alte und dicke Männer in Birkenstocks und kurzen Hosen mit bildhübschen jungen Mädchen, gerade mal 20! Auch das gibt es zuhauf – nicht bei Ksenia! – und repräsentiert die wahre Liebe! Ein Traumpaar im wahrsten Sinn des Wortes!

Je öfter ich nach Sankt Petersburg komme ( mit einem Geschäftsvisum, 360 € für ein Jahr über die Visumagentur), desto beeindruckter bin ich. Kulturell, wirtschaftlich, weltoffen, in jeder Hinsicht und von Mal zu Mal wundere ich mich mehr über die Idee dieser  verrückten Vorurteile! Das Leben in so einer Stadt ist sicher nicht einfach. Die Hektik und Unpersönlichkeit der Großstadt, die Kulturschätze mit übermäßigem Reichtum, keine gutbezahlten 35 Stundenwochen. Anna öffnet ihren kleinen Laden morgens um 11.00, muss um 10.00 aus dem Haus und kommt um 23.00 nach Hause, dann Kochen, Putzem, Kind versorgen, schlafen, 5 Tage die Woche, am Wochenende in die Datscha (5 Autostunden entfernt). Und das bei sehr niedrigem Einkommen und steigenden Kosten. Bei uns geht die Welt unter, wenn der Strompreis 10% steigt, dort bekommt man die lapidare Mitteilung vom Postboten, ab sofort verdreifachen sich die Nebenkosten, ohne Begründung und ohne Folgen. Der Beziehungsalltag für uns sah so aus. Ich komme Donnertag abend an, nehme ein Taxi ins Hotel, sie kommt nach der Arbeit und geht Freitags wieder dahin! Ich fahre leidenschaftlich gerne mit der Metro, verbringe den Tag in der Stadt, bringe was zu Essen in den Laden und warte am Abend auf Anna. Samstags fahren wir in ihre Wohnung, Standard für Sankt Petersburg, für unsere Verhältnisse eher unpassend! Erledigen Einkäufe, gehen spazieren, verbringen einen lockeren Tag und Sonntags bringt sie mich zum Flughafen! Im Prinzip das selbe wie bei uns! Nur noch viel stressiger! Wo bleibt da die Möglichkeit, einen Mann zu finden? Die Argumente sind ja dann die gleichen wie hierzulande: die guten Männer sind vergeben, der Rest kommt nicht in Frage, also schauen wir ins Ausland! Nur dort funktioniert alles genauso! Auch dort sind die Guten  meist verheiratet. Und genau in dem Zeitpunkt, in dem ein solcher geschieden bzw. getrennt ist, muss Frau zugreifen! Das das zugegebenerweise nicht gerade einfach ist, versteht sich von selbst!

Zurück zu den Internet basierten Männern und den Photoshop Blondinen! Für die Frauen gilt nämlich dasselbe! Zumindest für die Hübschen! Jede Woche Treffen mit Männern, 5, 10, 15, 20, die Jahresquote ist unterschiedlich! Da ist einer, mit dem könnte mans versuchen, nichts geworden, weiter so im Trott… Dass da Ansprüche wachsen, ist nur verständlich! Das größte Problem aber ist die Erwartungshaltung der Männer! Top Bilder, dann das erste Treffen, oops, die sieht ja ganz anders aus! Das passt nicht, dies nicht, usw. Also, die nächste! Und die soll noch besser aussehen , also noch bessere Bilder! Ab auf die Seiten, die Bikini Bilder zeigen und mehr!

Als Mann dann Treffen mit einer Frau, die sonst keine dates hat… die bleibt dann gleich über Nacht. Das war aber einfach! Na ja, aber eigentlich war die nicht gut genug, es könnte ja bei der Vielzahl noch was besseres kommen! Also das gleiche Spiel von vorne. So denken viele, Männer wie auch Frauen! Das heisst natürlich, ohne den gewissen Funken, ohne ein gegenseitiges Vertrauen geht gar nichts. Aber wie Vertrauen aufbauen, wenn morgen schon der nächste Mann auf der Kaffeeliste steht? Oder eigentlich treffe ich mich morgen ja mit Natalia, das könnte ja auch was werden! Wie schon gesagt, reine Glücksache! Die richtige Wahl zu treffen, ist für Männer und Frauen gkleichermassen schwer. Oft hört man, na ja so eine Durchschnittsfrau kann ich in Deutschland auch finden! Falsch, sonst hätte er ja eine! Und – je hübscher, desto wählerischer! Auch und gerade in Russland! Natürlich hat das auch mit Rollenklischees zu tun. In Deutschland suchen – ein Hoch auf die Emazipation – 40 jährige Frauen eher einen 25 jährigen Lover. Was Männer können, könenn die Frauen schon lange. Geht meistens schief, und dann wird der Jammer und die vielzitierte Beziehungsunfähigkeit immer größer. Wer solls verdenken? Der 40 jährige Mann brennt mit der knackigen 25 jährigen Sekratärin durch, die – meist übergewichtige 40 jährige Exfrau soll sich mit einem 60 jährigen vergnügen? Nein, dann schon eher der zitierte 25 jährige!! Realitätsverlust??

Nun ja, nach einigen solcher Querelen, war es dann im November soweit, es gab Entscheidungen. Für Anna und für mich. Wir sind schließlich keine 20 mehr! Im März werden wir heiraten! Und je öfter wir uns sehen, umso fester wird die Beziehung, wir freuen uns auf die Zukunft!

Allerdings – und das muss auch gesagt werden – ohne finanzielle Basis geht das nicht. Wenn wir zusammen in Urlaub fahren, wenn sie mich in Deutschland besuchen kommt, kann sie ja nicht arbeiten! Aber die Kosten für Miete, Auto, Nebenkosten etc. gehen ja weiter! Also muss und will ich hier helfen. Ohne das geht es auch nicht! Aber das hat rein gar nichts damit zu tun, dass sie Geld will. Im Gegenteil, sie betont immer wieder, dass sie arbeiten will, wenn sie nach Deutschland kommt! 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Kinderfrage. Ohne Zweifel ist es leichter, eine Frau ohne Kind zu treffen und für sich zu gewinnen. Mit fortschreitendem Alter ist das aber eher die Ausnahme, die meisten Frauen über 30 haben Kinder. Für mich ist es sehr von Vorteil, dass Annas Sohn schon volljährig ist. Somit war die Entscheidung, das Heimatland zu verlassen, einfacher. Oder das Kind ist noch sehr jung. Auch das macht es leichter. Im Idealfall ist es natürlich egal wie alt das Kind ist. Das wiederum ist allerdings nicht der Normalfall!

Wem das jetzt alles zu theoretisch und emotioslos erscheint, keine Sorge, das war und ist es nicht! Nur gehört es nicht in so eine Geschichte! Das bleibt privat!

One Reply to “Unser Ex-Kunde erzählt über sein HappyEnd”

  1. Also ich kann dem hier geschrieben nur zustimmen,in Deutschland denkt man in Russland lebt mann wie 200 jahre zurück.Ich möchte behaupten das mann in Russlands Grosstädten vortschritlicher lebt als wir in Deutschland.Die Frauen sind auf alle Fälle gebildeter wie bei uns das ist sicher.Ich war schon zum zehnten mal innerhalb 2 jahren in Belarus.Also Minsk braucht sich vor Berlin nicht zu verstecken,das Ampelsystem in Belarus mit Sekundenanzeige wir es im rückständigen Deutschland so nie geben FAKT:Und die Frauen ab der Polnischen Grenze haben eine Ausstrahlung die es bei uns so nicht gibt.Ich werde meine Irina jetzt im Oktober heiraten.Wir hatten uns das erste mal auf Skyp gesehen getroffen und da wussten wir schon es past.Hab dann schnell Visum gemacht und mit meinem Auto Nonstop nach der ARBEIT; Brest 12 Stunden Fahrt1040km dann 4 stunden Grenze und Irina hat in Brest am Bahnhof gewartet.Als ich sie dann das erste mal in Natur Küsste wow sie dachte 10000000000000% das gleiche.Ja wir sind dann gleich weiter noch 350km bis Minsk und gleich zu ihr nachhause.Für mich ist es relax pur so eine Strecke mit dem Auto zufahren und es beeindruckt jede Frau sie sieht gleich Mann ist stark!!!!.ES WAR DAS PERFEKTE TREFFEN :Leider hatte ich nur 4 Tage Zeit es war Perfekt.Wir haben in dieser Zeit beschlossen zu Heiraten (ich war schon 9 jahre verheiratet) Irina hat noch eine 5 jährige Tochter einfach süß Blond blaue Augen sie mag mich auch,Ihre Familie es war alles so herzlich.Das fehlt einem in Deutschland die Herzlichkeit.Finanziel geht es Irina gut sie ist Frisörin und fleißig,zuhause Privat denn Minsker Frauen die Haare richten da lebt sie nicht schlecht( Eigentumswohnung)wIEDER ZUHAUSE HAB ICH IHR GLEICH EINE Einladung geschickt Visum ,Irina und die kleine Aliona haben mich dann 2 Wochen besucht perfekt.Irina hat gleich alle Papiere mit Apostile mitgebracht,wir haben sie gleich auf Deutsch übersetzt war nicht teuer 240 euro! damit zum Standesamt und heute hab ich erfahren wir können Heiraten alles genehmigt kennengelernt haben wir uns am 26.6 und heute haben wir denn 9.9 also so schnell kanns gehen.Zum Glück hat Irina schon Deutsch A1 und B sie spricht super Deutsch und die kleine wird’s schnell lernen.Ohne A1 sagt die Deutsche Botschaft nein!!! Was ich noch loswerden will Geld ist nicht alles,mein Freund denkt die Frauen im Osten kannst du alle kaufen dazu sag ich nur null Ahnung.ES SIND HOCHINTELIGENTE UND GEBILDETE FRAUEN:Am 2.10.fahr ich dann meine Irina besuchen für 3 Tage und wenns sie das Heiratsvisum hat dann wird Geheiratet schätze mal so mitte Ende Oktober.
    Geschrieben am 10 September, 2013 von Rötzer Thomas

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