Abzocke bei der Partnersuche: immer kreativer und verhängnisvoller

Wir haben mal wieder eine interessante Geschichte zu Abzocke im Internet zu berichten. Die Tage meldete sich bei uns ein Mann, der eine russische Frau im Internet kennengelernt hat. Sie erzählte ihm gleich zu Beginn, dass sie demnächst nach Deutschland kommen wird, da sie hier ein Praktikum absolvieren wird. Und bei dieser wundervollen Gelegenheit könnten sie sich ja auch kennenlernen und verlieben. Aber sie erzählte ihm auch sehr schnell von ihrer misslichen Lage! Für ihr Praktikum hätte sie wohl schon alles zusammen: Sie hat in Deutschland eine Stelle, sie bekommt von der Landesregierung auch ihren Lohn ausgezahlt, sie hat auch bereits ihr Visum. Aber da gibt es ein riesiges Problem!!! Sie muss beim Zoll Geld vorweisen, das sie für die Dauer ihres Aufenthalts als Eigenkapital mitbringen muss. Dies ist auch soweit richtig, aber leider hat sie ausgerechnet dieses Geld nicht und bekommt es auch leider nicht zusammen, da sie in einer fremden Stadt in Russland lebt und ihr niemand weiterhelfen kann. Es ist für sie zwar beschämend, doch muss sie den Mann um Hilfe bitten. Sie braucht 720€, das sie dem Zoll vorweisen muss, die ihr noch fehlen. Sie muss natürlich den Zoll passieren, um nach Deutschland kommen zu können. Dann wird sie dem Mann  persönlich das Geld wiedergeben und wenn er möchte sogar das Doppelte. In ihrem Brief schreibt sie, dass sie gleich nach der Ankunft in Deutschland von der Landesregierung 2750€ bekommt, für die erste Zeit zum Überleben. Aber dafür müsste sie halt erst einmal nach Deutschland einreisen und dafür muss sie das Geld vorweisen.

Der Mann bat die Frau in der Zwischenzeit auch schon um die Kopie ihres Reisepasses und sie schickte ihm diese auch zu.

Das Bild zeigt die Originalunterlage, die die Frau dem Mann zugeschickt hat und sie tat dies auch ohne Widerworte. Der Mann wollte sich dadurch vergewissern, dass diese Person wirklich existiert und sich auch ausweisen kann. Doch dennoch hatte der Mann Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Frau und wandte sich an uns. Der erste Ratschlag, den ihm Frau Ksenia Droben gab, war der, dass er sie um die Kopie ihres Visums fragt. Dies tat er auch, woraufhin er einen langen Brief bekam. Die russische Frau würde ihm die Kopie zuschicken, sobald er ihr das Geld überweist. Sie bräuchte es wirklich dringend und wisse nicht mehr weiter. Er sei ihre einzige Hoffnung und sie dachte, sie würden sich gern haben, aber er habe ja keinerlei Vertrauen in sie, das würde sie kränke.

Eine kleiner Ausschnitt aus ihrem Brief an den Mann:

„Sorry, ich sehr enttauscht bin, fuhle ich, dass ich bald auf meinem Gesicht erscheinen mit Tranen.

Ich wirklich weh Ihre Hilfe zu bitten, aber ich habe keine andere Wahl.
Naturlich kann ich nicht verkaufen meinen Korper, aber ich will nicht zur Prostitution. Nun, wenn ich keine andere Wahl haben, so werde ich. Ich will nicht, dass. Aber wenn ich es tue, wie komme ich zu Ihrem Land und wenn wir uns treffen, werden wir in der Lage sein, zu kommunizieren? Wollen Sie mit einer Prostituierten unterhalten?
Ich glaube nicht. Ich kann auch nicht mit dir reden, nachdem Sie nicht, mir zu helfen war.
Wenn ich um Geld zu machen war, so unsere Beziehung beendet werden.
Ich will das nicht, ich will dich mich verloren, und ich dich verloren. Brechen Sie nicht unsere Beziehung, hilf uns!
 Bitte sagen Sie mir, dass Sie bereit sind, mir zu helfen sind, will ich nicht, um den Druck auf Sie setzen.”

Es ist natürlich nun jedem Leser klar, dass es sich hier um eine Abzocke handelt, aber alles in allem ist dies eine sehr glaubwürdige Geschichte und vor allem, wenn man mit dem Herzen dabei ist, ist es natürlich sehr schmerzhaft eine Person zu enttäuschen und zu verletzten, die man zumindest virtuell schon gern gewonnen hat.

Nachdem der Mann unserer Partnervermittlung jedoch die Kopie ihres Passes zugeschickt hat, konnten wir mit 100%iger Sicherheit sagen, dass es sich hier um Betrug handelt! Wenn ein Unwissender die Passkopie vorliegen hat, so sieht diese Variante doch sehr überzeugend aus. Und vor allem wenn man keine Russischkenntnisse hat, kann man noch nicht einmal überprüfen, was da überhaupt steht (dies mal ganz grundsätzlich gesagt).

Wir haben mal die auffälligsten Merkmale, die auf Dokumentenfälschung bei diesem Pass hinweisen, markiert und werden auch erläutern, was daran nicht stimmt!

 Auf einem Passfoto ist in Russland ein Lächeln verboten.

-Die Schulter der jungen Frau auf dem Foto ist unbekleidet. Es ist nicht erlaubt auf Dokumenten nackte Haut zu zeigen.

-Der rosa Rahmen um das Foto herum dürfte außerhalb des Fotos sein, sondern zur Hälfte das Foto drucken.

-Der eingetragene Name und die Buchstaben der Unterschrift haben nichts miteinander gemeinsam. Im Dokument steht ein Name und die Unterschrift wurde mit einem anderen Namen unterzeichnet. Schon allein die Abkürzung des Vornamens, der im Dokument mit „Н“ beginnt, ist in der Unterschrift ein „A“.

Liebe Herren, wir informieren Sie immer wieder gerne, denn wir möchten Sie vor solch Betrügereien und Abzocken bei der Partnersuche in Osteuropa schützen, in die Sie Ihr Herz und Ihr Geld reinlegen könnten.

Es mag zwar viele schwarze Schafe bei den Partnervermittlungen für Osteuropa geben, jedoch gibt Ihnen niemand die Sicherheit, dass Sie bei einer selbstständigen Suche auf der sicheren Seite sind. Sie sind dann vielmehr solchen Betrügern erlegen, da Sie an die hübsche Person auf dem Foto glauben, die aber eventuell eher ein bärtiger, haariger, alter Mann in Wirklichkeit sein könnte.

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